Mitentscheiden, mitreden, mitgestalten

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Viele weitere Informationen rund um die SPD und die Möglichkeiten, die sich Ihnen zur aktiven Mitarbeit bieten, finden Sie auf dem Mitmach-Portal der Bundes-SPD:

www.mitmachen.spd.de

Schauen Sie doch mal rein!

„Es kommt auf jeden Menschen an”

(Auszugsweise vom Vorwärts Juli/August 2007, gekürzt von Gesine Schwan)

  • Wir befinden uns in einem neuen Schub der Globalisierung und deswegen muss unsere Programmatik sein, es kommt auf jede einzelne Person an und nicht nur auf Gruppen / Schichten.
  • Wir Sozialdemokraten müssen wegkommen von dem Image, dass wir Gesellschaftspolitik als Gesellschaftstechnologie begreifen.
  • Denn dieser technokratische Zug wird uns immer noch angehängt und dabei unterstellt, wir wollten die ganze Gesellschaft nach unserem Muster umbauen.
  • Wir müssen die Assoziationen vermeiden, dass sozialdemokratische Politik etwas Seelenloses habe.
  • Die Menschen wollen verstehen, dass wir einerseits modern sind und weiter in die Zukunft gehen wollen, dass wir Politik auch handwerklich gut betreiben können, dass wir aber keine technokratische Kontroll- Vision von unserer Gesellschaft haben.
  • Die Politik darf sich nicht aufgeteilt, segmentiert zeigen, und der Begründungszusammenhang muss in der Öffentlichkeit auch deutlich gemacht werden.
  • Das bietet uns zugleich die Chance zu prüfen, wie gut begründet denn unsere Politik wirklich ist.
  • Es ist wichtig, dass auch die einzelnen Ressorts im Kabinett wissen, wie sie miteinander zusammenhängen und wie sie ihre Politik auch gegenseitig begründen können.
  • Wie können die sozialen Gegensätze und Ungerechtigkeiten der sich entwickelnden kapitalistischen Industriegesellschaft so überwunden werden, dass alle Menschen ein freies, sinnvolles Leben führen können, eines, das in Solidarität, das heißt als gemeinschaftlich lebende und verantwortliche Personen führen?
  • An der Grundfrage allerdings hat sich nicht viel geändert. Wir sind mit dem Widerspruch konfrontiert, dass die Wirtschaft aus ihrer Logik heraus den Menschen als Produktionsfaktor, als Mittel zum Zweck begreift, während die Politik den Menschen als Selbstzweck begreifen muss, um seiner selbst willen für ihn Politik machen muss.
  • Denn niemand will im Ernst der Ökonomie wirklich die alleinige Gestaltungsmacht überlassen.
  • Es gibt natürlich kein Paradies auf Erden. Die Politik kann auch nicht persönliches Leid aufheben.
  • Aber der Traum von einer Gesellschaft, in der wir die Haustür offen lassen können, in der wir von anderen freundliche Antworten bekommen und ihnen auch freundlich begegnen,
    • wir uns um andere kümmern,
    • wir das Gefühl haben wir fallen nicht hinten runter, wenn es einmal schlecht geht,
    • in der sich unsere Talente entfalten können, vielfältige Kultur als Chance gelungener menschlicher Begegnungen begreifen können,
    • in der wir uns wohl fühlen, gebraucht werden und anerkannt sind.
  • In diesen schönen Traum - in dem ich leben möchte - und von dem ich denke, dass die Sozialdemokratie diese Gesellschaft anstreben sollte
  • Ein starkes und ansprechendes Bild vom guten, gelungenen und sinnvollen Leben („I have a dream“, Martin Luther King).