Waldeckhof will Verlässlichkeit für Mitarbeiter

"Wir können nicht darüber hinweg sehen, dass es trotz aller Bemühungen Menschen gibt, die im regulären Arbeitsmarkt keinen Tritt fassen. Für sie brauchen wir Angebote der sozialen Arbeit", sagte Ministerialdirektor Jürgen Lämmle bei einem Besuch auf dem Waldeckhof. Der Landtagsabgeordnete Peter Hofelich (SPD) erklärte: "Die neue Landesregierung wird ein Landesarbeitsmarktprogramm auf den Weg bringen, das die versteckte Langzeitarbeitslosigkeit angeht." Karin Woyta, die Geschäftsführerin des Waldeckhofs, hatte die Vertreter der Göppinger SPD zum Gespräch eingeladen. Rund 170 Beschäftigte in der Beschäftigungsförderung sind derzeit auf dem Waldeckhof aktiv, dazu kommen rund 30 interne Kräfte und Azubis. Der Wunsch von Karin Woyta: Ähnlich wie bei den Behindertenwerkstätten, müsse ein gesetzlicher Rahmen geschaffen werden, der jenseits des ersten Arbeitsmarkts Verlässlichkeit für die Menschen schaffe. "Meinen Mitarbeitern ist es wichtig, dass sie einen Arbeitsvertrag und eine Lohnsteuerkarte haben. Es ist wichtiger Teil ihrer Würde", sagte Woyta.

Das Ergebnis des vom Göppinger SPD-Chef Uwe Bidlingmaier initiierten Treffens: Hofelich und Lämmle sicherten zu, die Landespolitik für die am Beispiel des Waldeckhofs zutage tretende Thematik weiter zu sensibilisieren. Bidlingmaier übergab eine privat finanzierte Spende über 500 Euro an Karin Woyta. pm

Zurück